Bankia braucht noch mehr Geld

#76 von Oeconomicus , 27.05.2012 09:12

Bankia braucht noch mehr Geld
Auch Katalonien bittet Regierung in Madrid um Milliardenhilfe


Der teilverstaatlichte spanische Sparkassen-Konzern Bankia benötigt zum Überleben weitere 19 Milliarden Euro vom Staat. Ausserdem hat Katalonien die Regierung in Madrid um Finanzhilfen gebeten.

26. Mai 2012, 08:29, NZZ Online


update

Bankia-Manager: 20 Millionen Euro Abfindung für 3,6 Milliarden Verlust

Das Bankia Desaster weitet sich zu einem handfesten Skandal aus: Millionenschwere Abfindungen für die verantwortlichen Manager, schwere Verluste dagegen für die Kleinanleger. Diese wurde offenbar noch bis zum Schluss umworben, damit sie Aktien kaufen. Die Regierung, der die Bankia nahesteht, will die Vorfälle noch unter den Teppich kehren.

Deutsche Wirtschafts Nachrichten | Veröffentlicht: 31.05.12, 11:43 | Aktualisiert: 31.05.12, 13:04 | 20 Kommentare


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Spaniens Sozialisten wollen katholische Kirche zur Kasse bitten

#77 von Oeconomicus , 28.05.2012 19:29

Spaniens Sozialisten wollen katholische Kirche zur Kasse bitten

Die spanischen Sozialisten (PSOE) wollen die katholische Kirche stärker in den Kampf gegen die Finanzkrise einbinden. Die Partei kündigte am Sonntag eine landesweite Initiative an mit dem Ziel, bei der Kirche Grundsteuern für deren Grundeigentum und Immobilien zu erheben. Nach einem Konkordat zwischen Spanien und dem Vatikan aus dem Jahr 1979 ist die katholische Kirche von der Zahlung dieser Steuer befreit.

ad-hoc-news - 27.05.12 | 14:27 Uhr


Hübscher Ansatz, den Rajoy doch mal unserer geliebten Kanzlerin nahebringen sollte.
Es wird Zeit, dass hier in Deutschland eine gesellschaftliche Debatte standfindet, ob es noch zeitgemäß sein kann, dass die beiden Kirchen (ev.+kath) mit jährlich mit € 26 Mia subventioniert werden und warum diese Organisationen steuerfrei sein müssen.

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Rajoy: EZB muss Spanien sofort retten, ESM kommt zu spät

#78 von Oeconomicus , 29.05.2012 08:28

Rajoy: EZB muss Spanien sofort retten, ESM kommt zu spät

Der geplante europäische Rettungsschirm ESM könnten zu spät kommen, um Spanien vor einer Pleite zu bewahren.
Daher will der spanische Premierminister, dass die EZB spanische Staatsanleihen kauft. Die EZB sieht jetzt allerdings die Politik am Zug.

Deutsche Wirtschafts Nachrichten | 28.05.12, 01:35 | 36 Kommentare

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Rajoy: Schlimm wenn er schweigt, schlimmer wenn er redet

#79 von Oeconomicus , 29.05.2012 19:44

Rajoy: Schlimm wenn er schweigt, schlimmer wenn er redet

Sehr lästig; bei solch einem Titel muss man “Rajoy:” davor schreiben, sonst glauben alle automatisch, der Artikel drehte sich um Uli Hoeness. Hätte der spanische Herr Ministerpräsident gestern den Mund gehalten, wäre er auch nicht Philosoph geblieben, um einen Klassiker zu zitieren. Doch mindestens wäre dem Land diese armselige Vorstellung erspart geblieben. Da gibt Rajoy die erste, hemmungslos improvisierte, Pressekonferenz nach monatelangem Schweigen – und sagt dann nichts, was auch nur entfernt Hand und Fuss hätte. Die logische Reaktion folgte sofort: Die Risikoprämie stieg wie der Milchschaum auf dem Ofen, die Bankia-Aktien blieben tief im Keller. Schon der Ort für die Pressekonferenz war so passend gewählt wie ein Wiener-Walzer-Wettbewerb auf dem Kartoffelacker.

weiter bei uhupardo - 29. Mai 2012

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erneutes downgrading für Spanien

#80 von Oeconomicus , 29.05.2012 19:48

erneutes downgrading für Spanien

Egan Jones Cuts Spain Again: From BB- To B, Outlook Negative
The little rating agency (or is that former, now that it is public knowledge that Egan-Jones missed a comma in their NRSRO application?) that just refuses to go away, has done it again, and downgraded Spain from BB- to B (negative outlook of course), and on the edge of the dreaded triple hooks, mere days after it cut it from BB+ to BB-.


weiter bei zerohedge - 05/29/2012 11:27 -0400

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6 reasons Spain will leave the euro first

#81 von Oeconomicus , 30.05.2012 19:56

6 reasons Spain will leave the euro first

The euro debt crisis, like any really spectacular geoeconomic event, is spawning its own special vocabulary.

We’ve already had Merkozy, now relegated to the footnotes, and are slowly getting used to the clunkier Merlande or Merkellande, as the oddly matched pairing of the German Chancellor Angela Merkel and the French President Francois Hollande has been dubbed. The Grexit, short for Greece finally giving up on the single currency, has been trending for the last few weeks. And coming up next: the Spexit.

What’s that? It’s shorthand for Spain quitting the euro — and we’re going to hear a lot of it over what promises to be a turbulent summer.
[...]
One:
Spain is too big too rescue. When it comes to the crunch, the EU will always bail out the Greeks. Its economy is only worth 230 billion euros.
[...]
Two:
Spain has tired of austerity already.
[...]
Three:
Spain has a real economy. The Greeks understandably feel nervous about life outside the euro zone. They don’t really make anything. Spain is a successful economy with a perfectly respectable industrial base – its export to GDP ratio is 26%, similar to the U.K., France or Italy.
[...]
Four:
Spain is politically secure. For many countries, euro membership is more about politics than economics. The Greeks stay in because it locks them into Europe (rather than being part of the Turkish sphere of influence).
[...]
Five:
Spain has bigger horizons. The Spanish economy looks partly to Europe. But it looks just as much to the booming Spanish-speaking economies of Latin America (and indeed the huge Hispanic market in the U.S.).
[...]
Six:
The debate has already started. There is already a serious discussion underway in Spain about the future of the currency.
[...]

MarketWatch - The Wall Street Journal - May 30, 2012, 12:01 a.m. EDT


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Madrid ist nicht Athen - Von spanischen Verhältnissen

#82 von Oeconomicus , 31.05.2012 13:49

Madrid ist nicht Athen - Von spanischen Verhältnissen

Was in diesen Tagen in Madrid passiert, kennen wir bereits aus Athen, Lissabon Dublin und sogar Rom. Die Staatseinnahmen decken nicht mehr die Ausgaben. Noch vor 72 Stunden tönte der spanische Ministerpräsident: nur kein Staatsgeld an die bankrotten Banken! Jetzt scheinen staatliche Rettungsgelder die letzte Lösung für die Krisenbank "Bankia". Und das bedeutet: noch mehr Staatsschulden. Mit Spanien ist das nächste Urlaubsparadies in Bedrängnis und das Kapital und die jungen Spanier zieht es in andere europäische Länder. DER TAG über den nächsten europäischen Wackelkandidaten.

von HR2-Redaktion Der Tag - PODCAST

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Nach Medienbericht: IWF dementiert Arbeit an Kredit für Spanien

#83 von Oeconomicus , 01.06.2012 03:47

Nach Medienbericht:
IWF dementiert Arbeit an Kredit für Spanien

Einem Medienbericht zufolge hat der Internationale Währungsfonds darüber diskutiert, Spanien einen Rettungskredit zur Verfügung zu stellen. IWF-Chefin Lagarde dementierte, dass daran gearbeitet werde.

Handelsblatt - 31.05.2012, 20:17 Uhr, aktualisiert 31.05.2012, 22:24 Uhr - Kommentare

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Spanien braucht 350 Milliarden Euro

#84 von Oeconomicus , 01.06.2012 03:50

Spanien braucht 350 Milliarden Euro

JPMorgan erwartet eine Inanspruchnahme des Rettungsschirms durch Spanien. Banken sitzen auf immensem Berg von Staatsanleihen.


Spaniens Ministerpräsident Manuel Rajoy dürfte auf ein Hilfspaket im Volumen von insgesamt etwa 350 Mrd. Euro angewiesen sein. Diese Prognose hat David Mackie, Chefvolkswirt bei der US-Großbank JPMorgan, abgegeben.

Seiner Meinung nach sieht es zunehmend danach aus, dass Spanien die Krise nicht alleine in den Griff bekommen werde. Es sei wahrscheinlich, dass das Land Gelder aus den Euro-Rettungsfonds EFSF/ESM anfragen werde.

Die von ihm geschätzten Hilfsgelder von 350 Mrd. Euro decken die Brutto-Finanzierungsbedürfnisse des Staates bis zum Jahr 2014 ab. Davon würden etwa 75 Mrd. Euro dafür aufgewendet werden, die Banken des Landes zu rekapitalisieren.

Laut Mackie will Spanien zwar, dass die Europäische Zentralbank (EZB) spanische Staatsanleihen direkt aufkauft und die spanischen Banken durch EFSF/ESM direkt rekapitalisiert werden - doch “dieses Angebot liegt nicht auf dem Tisch”.

FORMAT.at, Österreichs Wochenmagazin für Wirtschaft & Geld - 31.5.2012 09:10

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Brüssel watscht Rajoy heftig ab

#85 von Oeconomicus , 01.06.2012 16:03

Brüssel watscht Rajoy heftig ab

Nach Ansicht von Brüssel hat Rajoy bisher so gut wie nichts richtig gemacht. In einem Schreiben der Europa-Zentrale bekommt der spanische Ministerpräsident deutliche Ohrfeigen. Die Extra-Zahlungen an die Regionen widerspreche EU-Recht. Die Erhöhung der Lohnsteuer sei kontraproduktiv, die Arbeitsmarktreform verfassungswidrig und die Steueramnestie wirkungslos, lautet die unverblümte Kritik an der spanischen Krisen-Strategie im Zusatz zu einem Schreiben, in dem Brüssel die Massnahmen nach dem Bankia-Desaster kritisiert.

Rajoy war angetreten, als die Risikoprämie für spanische Staatsanleihen bei 311 Punkten lag – hoch aber erträglich. Heute stieg sie auf den Rekordwert von 547. Damit musste Spanien zehnjährige Staatsanleihen mit 6,6 Prozent verzinsen, knapp unter dem Wert, der der Intervention von Griechenland, Irland und Portugal voraus ging. Brüssel hat eine Erklärung dafür: “Die Stabilität des Bankensystems konnte nicht garantiert werden.”

weiter bei uhupardo - 1. Juni 2012

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"Spanien unterm Rettungsschirm"

#86 von Oeconomicus , 01.06.2012 21:19

"Spanien unterm Rettungsschirm"

Der enorme Finanzbedarf der spanischen Banken von bis zu 150 Milliarden Euro lässt alle Alarmglocken schrillen.

Kurier.at - Letztes Update am 31.05.2012, 15:40h

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Draghi oder draußen

#87 von Oeconomicus , 01.06.2012 21:27

Draghi oder draußen

Die Bankenkrise in Spanien stellt einen deutlich größeren Gefahrenherd dar, als die Probleme in Griechenland, die seit Monaten die Märkte in Atem halten. Zuletzt wurde ein deutlich beschleunigter Abfluss der Einlagen beobachtet, der dazu geführt hat, dass das Land nur noch 20-30 Milliarden Euro von einem völligen Zusammenbruch des Bankensystems entfernt ist, wenn EZB-Präsident Draghi nicht eingreift.

Alle erwarten, dass er es am Ende tun wird, nachdem ja sogar die Bundeskanzlerin laut darüber nachenkt, dass Tabus jetzt nicht mehr angebracht seien und man flexibler mit dem Handling der Krise werden müsse.

Im April gingen die privaten Einlagen bei Spaniens Banken laut der EZB um 31,5 Mrd. Euro auf ein 41-Monatstief bei 1.620 Milliarden zurück. Seit dem Juni 2011 sind sie 117 Mrd. – 6,7% – geschwunden (siehe GRAFIK). Die Rendite der 10jährigen Staatsanleihe schoss in dieser Woche auf 6,7% nach oben, was eine Rettung der Spanier aus eigener Kraft – ohne die Hilfe der EZB oder des ESM – nicht mehr wahrscheinlich aussehen lässt.

Einen möglichen Höhepunkt stellt in dieser Woche die Ankündigung von Notenbank-Gouverneur Miguel Fernández Ordóñez dar, er werde sich von seinem Posten schon am 10. Juni frühzeitig verabschieden.

Laut Reuters haben die griechischen Banken bereits 73,4 Mrd. Euro von der EZB und 54 Mrd. von der griechischen Notenbank ausgeliehen (bis Ende Januar). Das entspricht 77% aller Einlagen von Firmen und privaten Haushalten im Bankensystem in Höhe von insgesamt 165 Mrd. Euro bis Ende März. Die zuletzt beschleunigte Abhebung der Griechen bei ihren Banken löste auch eine 18-Mrd.-Euro-Notausleihung aus dem “Emergency Fund” aus.

Nächste Haltestelle. EZB, oder adé.

Allerbesten Dank für diese schonungslose Analyse an unseren geschätzten Kollegen Markus Gärtner in Vancouver.
Der Besuch seiner Seite ist immer wieder lohnenswert und erkenntnisreich.




***

dazu:

Finanzkrise
Das Kapital flieht aus Spanien


Spanien gerät immer weiter unter Druck: Es ächzt unter einer rekordverdächtigen Kapitalflucht und muss immer höhere Risikoaufschläge zahlen. Madrid lehnt Hilfe aus Brüssel aber weiterhin ab.

Deutsche Welle - 01.Juni 2012


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zuletzt bearbeitet 01.06.2012 | Top

Investoren ziehen ihr Geld aus Spanien ab

#88 von Oeconomicus , 02.06.2012 06:26

Misstrauen
Investoren ziehen ihr Geld aus Spanien ab


Die Lage in Spanien wird immer bedrohlicher. Anleger verlieren das Vertrauen in die viertgrößte Volkswirtschaft Europas. Sie ziehen Kapital aus Spanien ab und treiben die Renditen für Staatsanleihen in die Höhe.

Handelsblatt - 01.06.2012, 12:07 Uhr - Kommentare

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Deshalb blickt Spanien in den Abgrund

#89 von Oeconomicus , 02.06.2012 10:53

Deshalb blickt Spanien in den Abgrund

Die Eurozone hängt am spanischen Faden. Kippen die iberischen Banken, crasht die Einheitswährung und bebt der Kontinent.

20 Minuten Online - 1.Juni 2012

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"Es bleiben nur die Erdbeerpflücker"

#90 von Oeconomicus , 03.06.2012 12:49

"Es bleiben nur die Erdbeerpflücker"

Inmitten der Krise kämpft die Jugendbewegung "Indignados" weiter – gegen die Regierung und gegen die eigene Hoffnungslosigkeit.

kurier.at - Letztes Update am 02.06.2012, 20:11

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