Schäuble bestreitet EZB-Pläne für Anleihenkauf

#91 von Oeconomicus , 28.07.2012 19:09

Schäuble bestreitet EZB-Pläne für Anleihenkauf

Angesichts von Spekulationen über eine Intervention der Europäischen Zentralbank (EZB) zur Unterstützung Spaniens hat Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) betont, es werde keinen weiteren Hilfsantrag aus Madrid geben. "Nein, an diesen Spekulationen ist nichts dran", sagte Schäuble der "Welt am Sonntag". Mehrere Medien berichteten, die EZB und die Euro-Rettungsfonds wollten spanische Staatsanleihen kaufen, um die hohen Zinsen zu drücken.

Manager Magazin - 28.07.2012

Ich mag Herrn Dr. Schäuble's Ansagen nicht kommentieren. Der geneigte Leser wird sich seine diesbezügliche Meinung bilden!


***


Maßnahmen zur Euro-Rettung
Ringen um Krisen-Strategie der EZB


Was darf, was soll die Europäische Zentralbank tun, um Eurostaaten in Not zu helfen? EZB-Chef Draghi konkretisiert einem Bericht zufolge seine Pläne, in die Anleihemärkte einzugreifen. Kritik kommt aus Deutschland. Auch Finanzminister Schäuble lehnt eine solche Intervention ab - ebenso wie Zugeständnisse für Griechenland. Während DGB-Chef Sommer schon die bestehenden Hilfspakete für verfassungswidrig hält.

Süddeutsche - 29.07.2012, 16:34


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FDP droht mit einer Klage gegen die EZB

#92 von Oeconomicus , 30.07.2012 00:53

FDP droht mit einer Klage gegen die EZB

FDP-Präsidiumsmitglied Jörg-Uwe Hahn will die geplante Rettungsaktion der EZB vor dem Europäischen Gerichtshof überprüfen lassen. Die Europäischen Verträge ließen eine Klage eines Mitgliedsstaates zu.

Welt-Online - 30.07.2012

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RE: FDP droht mit einer Klage gegen die EZB

#93 von Oeconomicus , 31.07.2012 11:22

ECONOMY, BUSINESS & FINANCE
Linke fordert Aufpasser für Bundesbankchef Weidmann


Bundesbankchef Jens Weidmann sollte nach dem Willen der Linkspartei unter die direkte Aufsicht des Bundestags gestellt werden. "Die Bundesbank darf nicht länger die einzige Bank ohne Aufsichtsgremium bleiben. Jemand muss Jens Weidmann auf die Finger schauen", sagte Parteichefin Katja Kipping der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Dienstag). Das Parlament müsse direkte Mitsprache beim Führungspersonal bekommen. "Zudem müssen Bundesbank und EZB auf Wachstum und Vollbeschäftigung verpflichtet werden." Weidmann habe sich "mehr als einmal als Schulmeister der Politik aufgespielt".

Handelsblatt - 31.07.2012, 06:02 Uhr - Kommentare


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Risiken und Nebenwirkungen einer EZB-Intervention

#94 von Oeconomicus , 01.08.2012 13:16

Eurokrise
Risiken und Nebenwirkungen einer EZB-Intervention


Ökonomen streiten über Ausgestaltung und Gefahren von möglichen Anleihekäufen durch die Notenbank. André Kühnlenz und Martin Kaelble beantworten die wichtigsten Fragen.

In diesem Artikel

Zitat
Wie könnte eine entschlossene Intervention der EZB genau aussehen?
Wann darf die EZB laut Mandat eingreifen?
Wie viel Geld muss sie in die Hand nehmen?
Wie steht es um die Risiken durch Anleihekäufe?



CAPITAL - 01.08.2012


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RE: Risiken und Nebenwirkungen einer EZB-Intervention

#95 von Oeconomicus , 01.08.2012 17:51

EZB-Präsident Draghi und Bundesbank-Chef Weidmann
Showdown bei einer Tasse Kaffee

Das Ringen um die richtige Strategie der EZB in der Euro-Krise steht kurz vor der Entscheidung: Die Märkte erwarten, dass Mario Draghi wieder Staatsanleihen kauft. Bundesbank-Chef Jens Weidmann will das verhindern. Doch selbst wenn sich Draghi durchsetzt, könnte er scheitern.

Süddeutsche - 01.08.2012, 15:43

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VOR DER EZB-SITZUNG: Marios Waffenschrank

#96 von Oeconomicus , 01.08.2012 19:08

VOR DER EZB-SITZUNG: Marios Waffenschrank

EZB-Chef Mario Draghi will alles Notwendige zum Erhalt des Euro tun. Damit hat er an den Märkten hohe Erwartungen geweckt. Hinter seinen Worten steht ein großes Waffenarsenal. Doch nicht alles darin funktioniert.

Handelsblatt - 01.08.2012, 15:53 Uhr - Kommentare

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Deutschland muss über Euro-Austritt nachdenken

#97 von Oeconomicus , 01.08.2012 20:14

Deutschland muss über Euro-Austritt nachdenken

Die Europäische Zentralbank hat zum letzten Gefecht für die Euro-Rettung geblasen.
[...]
Was viele zunächst als Masterplan der Währungshüter ansahen, entpuppt sich zunehmend als Fiasko. Denn die Ankündigung von Maßnahmen war offenbar im EZB-Rat nicht abgesprochen. Auch die Art und Weise, wie Draghi seine Entscheidung auf den Weg brachte, ist hochgradig unseriös: ausgerechnet auf einer Investorenkonferenz in London. Auf der wimmelte es nur so vor Spekulanten, die auf das Ende des Euro setzen. Hier verkündete er mal so eben beiläufig, man werde den Euro schon retten. Der falsche Ort. Das falsche Publikum. Die falsche Botschaft. Die Börse jubelte. Doch derart einschneidende Maßnahmen, die die Steuerzahler zu tragen haben, gehören auf den Tisch einer EZB-Sitzung und auf das Programm der anschließenden Pressekonferenz – nicht in den dunklen Vorbau in der Höhle des Löwen.
EZB stellt eine Notenpresse aufs Börsenparkett
Was die Ankündigungen Draghis konkret bedeuten, ist noch nicht klar. Vermutlich will er jetzt in großem Stil Staatsanleihen der südeuropäischen Krisenländer kaufen, also vor allem aus Spanien und Italien.
[...]
Draghis Plan verstößt gegen die EU-Verträge
Der Plan verstößt eindeutig gegen den Maastrichter Vertrag. Die EZB ist nicht dafür da, Staaten zu finanzieren. Das steht klipp und klar im Vertrag. Die Deutsche Bundesbank hat sich daher in diplomatischer Form, aber in der Sache vehement, gegen diese Politik ausgesprochen.
[...]
EZB sieht sich als Retter des Euro
Jetzt beugt sich Draghi dem massiven Druck der Spekulanten und der Politik der klammen Südstaaten erneut. Die EZB schwenkt wieder um und sieht sich als finaler Retter des Euro. Welcher Bürger kann einer solchen Institution, die ständig ihre Strategie wechselt, noch vertrauen? Wie glaubhaft ist eine EZB, in der wichtige Länder wie Deutschland nichts mehr zu sagen haben? Aber viel wichtiger: Wer kann einer Notenbank trauen, die Verträge bricht und nur das Wohl der Finanzmärkte, nicht aber der Bevölkerung im Auge hat?
Vorwürfe an Deutschland sind absurd
Gleichzeitig steht die Bundesrepublik immer stärker in der Kritik, sie würde nicht genug für die Euro-Rettung tun und alle Bemühungen verschleppen oder verhindern. In vielen europäischen Hauptstädten werden die Vorwürfe an Berlin immer lauter. Das ist absurd.
Ist der Euro den hohen Preis seiner Rettung wert?
Es ist an der Zeit, darüber nachzudenken, ob Deutschland aus der Eurozone austreten soll. Ohne Frage hat die deutsche Wirtschaft große Vorteile durch den Euro. Auch ist das Projekt von immenser Bedeutung für die europäische Idee und alle ihre Vorteile: Frieden in Freiheit. Aber ist der Euro den massiven Preis wert, den die Bevölkerung für die Euro-Rettung zahlen muss?
[...]
tagesschau - 01.08.2012 16:22 Uhr


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Draghi plant Doppelschlag gegen Euro-Krise

#98 von Oeconomicus , 02.08.2012 07:10

Draghi plant Doppelschlag gegen Euro-Krise

Der Präsident der Europäischen Zentralbank, Mario Draghi, will die Schuldenkrise mit einer Doppelstrategie eindämmen. Draghis Plan sieht eine Aktion der EZB und des Euro-Rettungsschirms vor.
[...]
Im EZB-Rat, der sich an diesem Donnerstag in Frankfurt zu einer regulären Sitzung trifft, zeichne sich eine Mehrheit dafür ab, die Käufe wieder aufzunehmen und sie mit den Regierungen zu koordinieren.

N24 - 02.08.2012

So sehen eben demokratische Prozesse aus. Die Mehrheit der Bankrotteure überstimmt die Solidität. Wann bemerken unsere Euroholics endlich, dass dieses destaströse €-Abenteuer beendet werden muß?


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RE: Draghi plant Doppelschlag gegen Euro-Krise

#99 von Oeconomicus , 02.08.2012 07:48

EZB-Anleihekauf
Draghi wartet mit Doppelstrategie auf Karlsruhe-Urteil


Zusammen mit dem künftigen Rettungsschirm ESM will die EZB Anleihen kaufen, um den Euro-Raum zu stabilisieren. Die endgültige Entscheidung falle aber erst nach dm Urteil des Verfassungsgerichts.

Welt-Online - 02.08.2012 - 07:38

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RE: Draghi plant Doppelschlag gegen Euro-Krise

#100 von Oeconomicus , 02.08.2012 09:13

Jens Weidmann: “Wir sind die größte und wichtigste Notenbank im Eurosystem”

Die Bereitschaft einiger Länder, mehr Souveränität abzugeben, ist gering, so Bundesbank-Präsident Weidmann. Dies behindere das Entstehen einer politischen Union in Europa erheblich. Wenn es darum geht, auch etwas von der Souveränität der Bundesbank abzugeben, bleibt Weidmann aber hart. Immerhin habe man einen „weitgehenderen Anspruch als manch andere Notenbank“.

Deutsche Mittelstands Nachrichten | 01.08.12, 22:42

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RE: Draghi plant Doppelschlag gegen Euro-Krise

#101 von Oeconomicus , 02.08.2012 14:37

MACHT OHNE GRENZEN - „EZB entwickelt sich zum Staat im Staat“

Unkontrolliert von Europas Parlamenten entscheidet die EZB über milliardenschwere Rettungsaktionen. Sie ist in der Krise zum heimlichen Herrscher geworden. Eine Refinanzierung des ESM bei der EZB könnte das potenzieren.

Handelsblatt - 03.08.2012, 10:08 Uhr, aktualisiert heute, 13:24 Uhr - Kommentare

Auszüge aus den Kommentaren:


02.08.2012, 13:44 Uhr - Schlaumeier

Zitat
Am 12.9. kann demnach des Bundesverfassungsgericht ja garnicht "ja" zum ESM sagen. Wenn doch verrät das höchste deutsche Gericht das eigene Volk. Das ist dann wohl einmalig in der Weltgeschichte. Aber auch die deutschen Politiker veraten das deutsche Volk - auch das ist einmalig. Wie dumm das Volk ist, zeigt sich dann noch an der Zustimmung zu diesen Politikern.



02.08.2012, 14:05 Uhr - Henry

Zitat
Hallo Schlaumeier,
Ihr Beitrag zeigt die beunruhigende Wahrheit. Unsere Politiker haben in der Mehrheit gänzlich versagt. Der ESM und der Fiskalpakt hätten nie im Bundestag verabschiedet werden dürfen. Wer nachdachte konnte die Realisierung von Euro-Bonds oder Bankenunion oder Schuldenunion schon frühzeitig erkennen.

Aber, das Volk lebt in den Tag hinein und vergnügt sich wo es kann und wundert sich wenn die sozialen Errungenschaften in wenigen Augenblicken zusammengestrichen werden. Allerdings ist die Politik schmutzig, anstrengend und versaut einem zurzeit den Tag.




Da passt doch THRIVE - "Ein Film der Augen öffnet" ganz gut zum Thema.

Ein bewegender Film, der nichts auslässt!
Dieser Film gibt einem den finalen Rundumblick zu den Dingen die Sie nie wissen wollten aber unbedingt wissen sollten. “The Big Picture” – Foster Gamble zerschlägt damit auch dem zähesten Skeptiker sein Weltbild. Er zieht Ihnen den Boden unter den Füßen weg, bietet aber ein Netz mit seinen Lösungen am Ende des Films.
2 Stunden die sich lohnen und Ihre Weltsicht verändern könnten.

youtube - [2:12:03]


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RE: Draghi plant Doppelschlag gegen Euro-Krise

#102 von Oeconomicus , 02.08.2012 15:17

EZB-CHEF DRAGHI: "Der Euro ist unumkehrbar"

Die EZB hat neue Maßnahmen im Kampf gegen die Euro-Krise angekündigt. "Der Euro ist unumkehrbar", sagte EZB-Chef Mario Draghi am Donnerstag nach der Zinssitzung des Zentralbankrats in Frankfurt. Der Dax dreht dennoch ins Minus.

ManagerMagazin - 02.08.2012


"unumkehrbar" ... der semantische Rittberger für "alternativlos"?
Treibt der Consigliere der Paten vermeintlicher Gottesbanker hier ein unsauberes Spiel zu Lasten des deutschen Sparers und Steuerzahlers?
Dann sollte er sich über die Wirkweise einen Boomerang's fachkundig beraten lassen!


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