«Nicht Griechenland, sondern Deutschland muss austreten»

#16 von Oeconomicus , 01.06.2012 03:27

«Nicht Griechenland, sondern Deutschland muss austreten»

In die Debatte um einen Euroaustritt Griechenlands schalten sich zwei renommierte Ökonomen mit einer provokativen These ein: Um die Eurozone zu retten, müsse das «viel zu starke» Deutschland austreten.

Von Raphaela Birrer Aktualisiert um 15:48 - Schweizer Tages Anzeiger - 150 Kommentare


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Die Währungsunion im Zerfall

#17 von Oeconomicus , 03.06.2012 07:27

Die Währungsunion im Zerfall

Die Banken des Nordens ziehen sich aus dem Süden zurück, der sich kaum noch finanzieren kann. Alle warten auf Deutschland.

DIE ZEIT - 02.06.2012 - 08:43 Uhr

Auszug aus den Kommentaren:


Kommentator: "satirarealis" - 02.06.2012 um 9:13 Uhr

Kommentar No. 4. "Sonderbarer" Vergleich

"ZEIT: „Die Episode trug sich fast auf den Tag genau vor 222 Jahren in New York zu. Der Architekt des Kompromisses hieß Alexander Hamilton, der als amerikanischer Finanzminister eine Lösung für die finanziellen Lasten nach den Unabhängigkeitskriegen finden musste.“

Der Autor zieht, wie ich meine, einen recht sonderbaren Vergleich.
Richtig ist, die Sache war kein Kompromiss im eigentlichen Sinne, sondern Alexander Hamilton vollzog lediglich die Gemeinwohlverpflichtung aller Beteiligten der US-amerikanischen Volkswirtschaft, die in der amerikanischen Verfassung, die nach den Kriegen geschrieben wurde, bereits beinhaltet war.

Weder ist EU-Europa ein Bundesstaat mit einer Zentralregierung, noch eine Nation. Europa hat auch keine Unabhängigkeitskriege geführt und die einzelnen Staaten vor kurzem auch keine Einigungskriege."



Richtig erkannt!
An der Stelle sei allen historisch Interessierten empfohlen, sich die wirklich spannenden Ausführungen von Alexander Hamilton nachzulesen. Bei der Bewertung seiner Texte sollte man sich jedoch klarmachen, dass Hamilton eifriger Befürworter einer starken Zentralregierung war, ihm allerdings Causa Föderalismus so wichtig erschien, dass er sich trotzdem für die Ratifikation der Verfassung einsetzte.
Als späterer Finanzminister konsolidierte er die Staatsfinanzen und schuf eine Zentralbank, die "Bank of the United States".
Unter Hamilton bildete sich eine gemischte Wirtschaftsordnung, welche zum einen auf staatlichen Lizenzierungen, zum anderen auf staatlich garantierten Monopolen für strategisch wichtige Wirtschaftszweige beruhte.

wikipedia zu Alexander Hamilton


The Federalist Papers 1788 / 1789 (englisch mit deutscher Übersetzung)

vertiefende Texte zur Verfassungsgeschichte der Vereinigten Staaten


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Schwellenländer stoßen Euro ab

#18 von Oeconomicus , 04.06.2012 08:50

Schwellenländer stoßen Euro ab

Spanien steckt in der Bankenkrise, Griechenland droht der Euro-Austritt, jetzt braucht offenbar auch Zypern Hilfen - die Lage in der Euro-Zone verschärft sich. Das Misstrauen der Investoren wächst. Laut einem Bericht der "Financial Times" trennen sich Schwellenländer von ihren Euro-Beständen.

SPON - 04.06.2012

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RE: Schwellenländer stoßen Euro ab

#19 von Oeconomicus , 13.06.2012 21:33

Was die Gemeinschaftswährung Deutschland bringt
Der Euro darf nicht zerbrechen


Die Deutschen sehen den Euro immer kritischer, einige wünschen sich gar die D-Mark zurück. Dabei bringt die Gemeinschaftswährung viele Vorteile - gerade für Deutschland. Was bei einem Euro-Crash auf dem Spiel stünde.

Handelsblatt - 13.06.2012, 13:15 Uhr - Kommentare

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BLAUER TRANSFER-RUBEL

#20 von Oeconomicus , 22.06.2012 17:01

BLAUER TRANSFER-RUBEL

Euro-Krise:
Irrweg Fiskal- und Bankenunion – nach ihrer Rettung ist die EU-Gemeinschaftswährung nur noch eine Binnenwährung


Weder die professionellen Euro-Retter noch die Kritiker vom Dienst beantworten die Frage, wie der Euro nach seiner „Rettung“ dastehen wird:
als harte Weltwährung, die schwächelnde Konkurrenten wie den Dollar weit hinter sich läßt – oder als Währungskrüppel, der zwar in der Euro-Zone (soweit sie noch existiert) als „gesetzliches Zahlungsmittel“ umläuft, aber seine eigentliche Währungsqualität (in dem der Bürger spart, Vermögen bildet und hält) verloren hat.

Dabei ist die Zukunft des Euro, wenn man ihn weiter so rettet wie bisher, absehbar.
Das jeder ökonomischen Einsicht und politischen Verantwortung Hohn sprechende Konzept der Euro-Retter lautet:
Wir ertränken die Schulden der Staaten und ihrer Banken (die ihnen dazu verholfen haben) in Inflation.
Wir drucken immer neue Euro, um die alten (geschuldeten) Euro zu retten.

Die Europäische Zentralbank (EZB) bekennt sich offen dazu:
Sie bekämpft nicht mehr die Inflation (wozu die Statuten verpflichten); sie bekämpft die Krise (wozu sie nicht befugt ist), indem sie bankrotte Staaten mit frischem Geld ausstattet (durch Kauf von deren Anleihen), den Zentralbanken der Krisenländer die bei ihnen abfließenden Euro ersetzt (Target-2) und die Banken in Billionenhöhe zum Ein-Prozent-Tarif mit Liquidität versorgt, damit sie möglichst viele der alten und neuen Staats- und Privatschulden übernehmen – sprich: weiter finanzieren und dabei auch noch gut verdienen, denn die Marge zwischen ihrem Bankkredit- und dem EZB-Zins war noch nie so hoch wie in dieser Krise.

Vergleicht man diese Eruption in der Geldwirtschaft mit den krisenbedingt mageren Ergebnissen (Produktion, Umsätzen) der Realwirtschaft, dann ist eine europäische Hyperinflation (für Deutschland die dritte in hundert Jahren) programmiert.

Der Bürger wird fragen: Warum spüre ich die Inflation noch nicht?
Erstens hatten wir bis vor kurzem Hyperinflation an Börsen und Finanzmärkten, bis die Unsicherheit über den weiteren Krisenverlauf die Blasen dort platzen ließ.
Zweitens bremst die Krise zwar den Preisauftrieb heute, aber nicht morgen, wenn immer mehr verzweifelte Menschen ihre Konten und Geldvermögen auflösen (wie in Griechenland) und in die Sachwerte fliehen – was beim Gold mit entsprechender Preisexplosion bereits einigen Jahren stattfindet.
Eine zweite Front der Euro-Rettung wird nun mit den Stichworten: ESM, Fiskalpakt und Bankenunion eröffnet.

Der Geldspritze, die nur Anreize schafft, den gegenwärtigen Schuldenstand beizubehalten und nicht fällig zu stellen, soll nun die kontrollierte Verwaltung, Übernahme und Umverteilung dieser Schulden folgen: ihre Vergemeinschaftung.

Es wäre der Masterplan der EU-Quadriga aus Herman Van Rompuy (EU-Rat), José Manuel Barroso (EU-Kommission), Jean-Claude Juncker bzw. Nachfolger (Euro-Gruppe) und Mario Draghi (EZB) – doch nur, wenn er funktioniert.
Mit dem ESM entsteht nicht nur Europas größte Bank (ihr Eigenkapital von 700 Milliarden übertrifft das der EZB um das 130fache, das der Bundesbank um das 70fache, das der Deutschen Bank um das 13fache!), sondern der Welt.

Frei nach Hamlet:
Wenn es schon Wahnsinn ist, so hat er Größe, aber keine Methode.

Denn der neue Euro-Schuldenverwalter (geplantes Ankaufsvolumen 500 Milliarden Euro) kontrolliert nicht, sondern sprengt den europäischen Finanzmarkt; sein Volumen von 1,2 Billionen Euro (700 plus 500) bringt er entweder nie auf, oder er blockiert den europäischen Finanzmarkt für alle anderen staatlichen und/oder kommerziellen Nutzer.

Die EU macht sich zur Kommandozentrale an den wettbewerblich geordneten Finanzmärkten der EU-Länder und stellt sie in den Dienst ihrer eigenen Ziele, oder versucht es.
Das sich vereinigende Europa, das als marktwirtschaftliches Projekt begann, wird über den Euro und seine Rettung zur dirigistisch und sozialistisch gesteuerten Schuldenverwaltung, ähnlich der DDR-Treuhand, nur mit umgekehrtem Ziel und Vorzeichen.

Und der Euro?
Er wird in diesem Markt zur EU-Binnenwährung. Eines erneuten Rechtsbruches dafür bedarf es nicht mehr.
Artikel 64 EU-Vertrag sieht ohnehin „Ausnahmen im Kapitalverkehr mit Drittstaaten“ vor, eine verschämte Umschreibung für die Einführung von Devisenbewirtschaftung und Transferrubelbewilligungen à la Sowjetunion und Rat für gegenseitige Wirtschaftshilfe.

Abdruck mit freundlicher Genehmigung von Prof. Dr. Wilhelm Hankel

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Die Verteidigung des Euro: ein österreichischer Ansatz

#21 von Oeconomicus , 24.06.2012 08:18

Die Verteidigung des Euro: ein österreichischer Ansatz

1. Einleitung: das ideale Geldsystem

Die Theoretiker der Österreichischen Schule haben große Anstrengungen unternommen, um das ideale Geldsystem einer Marktwirtschaft zu erläutern. Auf theoretischer Ebene haben sie eine Konjunkturtheorie entwickelt, die erklärt, wie ein wiederkehrender Zyklus durch eine nicht durch reale Ersparnisse gedeckte Kreditausweitung generiert wird. Diese Kreditausweitung durch ein auf Teildeckung operierendes Bankensystem wird von den Zentralbanken organisiert. Aus historischer Perspektive haben die Theoretiker das evolutionäre Entstehen des Geldes erklärt und ausgeführt wie die Zwangseingriffe des Staates angefeuert von mächtigen Interessengruppen die natürliche Evolution der Bankinstitutionen vom Markt entfernt und korrumpiert haben. Aus ethischer Perspektive haben sie die juristischen Erfordernisse und Prinzipien des Eigentumsrechts im Hinblick auf Bankverträge gezeigt. Diese Prinzipien entstehen aus dem Marktgeschehen selbst und sind gleichzeitig für sein Funktionieren unerlässlich.
[...]
2. Die Österreichische Tradition der Verteidigung fester Wechselkurse gegen einen monetären Nationalismus und flexible Wechselkurse

Die Ökonomen der Österreichischen Schule haben, solange das ideale Geldsystem noch nicht erreicht worden ist, es stets als einen von vielen Ökonomen – vor allem der Chicagoer Schule – begangenen schweren Fehler der Wirtschaftstheorie und der politischen Praxis betrachtet, flexible Wechselkurse in einem Umfeld monetären Nationalismus zu verteidigen, so als ob diese mehr im Einklang mit einer Marktwirtschaft stünden.
[...]
3. Der Euro als “Proxy” des Goldstandards (oder warum die Verteidiger des freien Unternehmertums und der freien Marktwirtschaft den Euro unterstützen müssen, solange seine einzige Alternative die Rückkehr zum monetären Nationalismus ist)

Wie wir gesehen haben, sind die Ökonomen der Österreichischen Schule Anhänger des Goldstandards, weil er die Willkür der Politiker und Regierenden zügelt und beschränkt; weil er alle am demokratischen Prozess beteiligten Akteure diszipliniert und weil er das disziplinierte und moralische Handeln der Menschen fördert; kurz, weil er eine Bremse für Lügen und Demagogie darstellt, sowie Transparenz und Ehrlichkeit in den sozialen Beziehungen ausweitet und erleichtert. Nicht mehr und nicht weniger. Vielleicht hat dies Ludwig von Mises am Besten ausgedrückt: “The gold standard makes the determination of money’s purchasing power independent of the changing ambitions and doctrines of political parties and pressure groups. This is not a defect of the gold standard, it is its main excellence” (Mises 1966, 474).
[...]
4. Die heterogene und bunte “Antieurokoalition”

Als kurios und illustrativ müssen wir jetzt, wenn auch nur kurz, die heterogene und bunte Mischung der Feinde des Euro kommentieren, die in ihren Reihen solch verschiedene Elemente hat, wie die Prinzipienreiter der extremen Linken und Rechten, die nostalgischen oder unverbesserlichen Keynesianer Krugmanscher Art, die dogmatischen Monetaristen der flexiblen Wechselkurse wie Barro und andere, die blauäugigen Vertreter der Theorie der optimalen Währungsräume von Mundell, die in Angst versetzten Dollar- (und Pfund-) Chauvinisten und schließlich eine Legion von verwirrten Defätisten, die „angesichts des bevorstehenden Verschwindens des Euro“ vorschlagen, ihn zu sprengen und schnellstmöglich abzuschaffen.
[...]
5. Die wirklichen Kapitalvergehen Europas und der fatale Fehler der Europäischen Zentralbank

Niemand kann bestreiten, dass die Europäische Union chronisch an einer Reihe wichtiger sozialer und wirtschaftlicher Probleme leidet. Dennoch ist der geschmähte Euro kein Teil dieser Probleme. Ganz im Gegenteil wirkt der Euro als ein potentieller Katalysator, der die Schwere der wahren Probleme Europas offensichtlich macht und das Ergreifen der notwendigen Maßnahmen zur Lösung dieser Probleme beschleunigt (oder „überstürzt“). In der Tat ist heute dank des Euro das Bewusstsein weiter verbreitet denn je, dass die überdehnten europäischen Wohlfahrtsstaaten untragbar sind und wichtigen Reformen unterworfen werden müssen.
[...]
6. Euro vs. Dollar (und Pfund) und Deutschland vs. U.S.A. (und U.K.)

Eine der herausragendsten Aspekte des letzten Zyklus, der in der Großen Rezession von 2008 endete, ist zweifellos das divergierende Verhalten bei Geld- und Fiskalpolitik in der angelsächsischen Welt (basierend auf einem monetären Nationalismus) und in den Ländern der Europäischen Währungsunion. Tatsächlich haben sowohl die Federal Reserve als auf die Bank von England seit Anbruch der Finanzkrise und Wirtschaftskrise in 2007-2008 eine Geldpolitik gefahren, welche die Zinssätze praktisch auf Null senkte, massiv Zahlungsmittel geschaffen, was unter dem euphemistischen Ausdruch „quantitative easing“ bekannt wurde, und direkt und ganz ohne Scham Staatsschulden kontinuierlich monetisiert.
[...]
7. Schlussfolgerung: Hayek versus Keynes
[...]

Diese Analyse von Jesus Huerta de Soto ist ein echter "Trüffel", der begeistert!

Wirtschaftliche Freiheit - 21. Juni 2012

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Hans Werner Sinn über die Zukunft des Euro

#22 von Oeconomicus , 25.06.2012 02:02

Hans Werner Sinn über die Zukunft des Euro

Die Politik redet vom Primat der Politik über die ökonomischen Gesetze und wir halten das für dummes Zeug, wir glauben das gibt es überhaupt nicht. Regierungen werden zerbrechen weil sich die ökonomischen Gesetze letztlich durchsetzen.

Phönix-Sendung "imDialog" vom 23.06.2012 - [35:09 Min]

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Politik ohne Rettungsfahrplan: Euro gibt weiter ab

#23 von Oeconomicus , 25.06.2012 13:44

Politik ohne Rettungsfahrplan:
Euro gibt weiter ab


Die Notierungen an den Devisenmärkten sprechen eine klare Sprache:
Der Kurs des Euro rutscht unter die Marke von 1,25 Dollar und hält weiter Kurs in Richtung Dreimonatstief.
Händlern zufolge vermissen Anlegern nach wie vor ein überzeugendes Signal zur Lösung der Schuldenkrise.

n-tv - 25. Juni 2012

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Der Euro ist die beste Währung für Europa

#24 von Oeconomicus , 27.06.2012 04:47

Der Euro ist die beste Währung für Europa

Der Euro steht am Abgrund. Aber ist diese Währung überhaupt die beste? Die ehrliche Antwort darauf lautet: ja.
Beim EU-Gipfel am Donnerstag müssen Europas Politiker den Steuerzahlern endlich jene Frage zumuten, die sie ihnen zu lange nicht gestellt haben:
Wie viel bist du bereit, für den Erhalt der Währung zu zahlen?

Kommentar von Alexander Hagelüken - Süddeutsche Zeitung - 26.06.2012, 19:41

Gelegentlich gewinnt man den Eindruck, dass "Qualitäts-Journalismus" und Wahrnehmungsstörungen zusammen gehören.


***

Die Eurokrise - Mit dem Rücken zur Wand? - Phoenix Runde vom 28.06.2012

Pinar Atalay diskutiert in der PHOENIX RUNDE u.a. mit:

- Norbert Barthle (CDU, Haushaltspolitischer Sprecher Unionsfraktion)
- Roman Huber (Geschäftsführender Bundesvorstand Mehr Demokratie e.V.)
- Dorothea Siems (Jounalistin, Die Welt)
- Stephan Schulmeister (Wirtschaftsforscher)

youtube - [43:35 Min]


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zuletzt bearbeitet 02.07.2012 | Top

Halbjahresbilanz: Wie viel der Euro verliert - und gegen wen er gewinnt

#25 von Oeconomicus , 01.07.2012 16:05

Halbjahresbilanz:
Wie viel der Euro verliert - und gegen wen er gewinnt


Der Euro hat schwere Monate hinter sich. Die Probleme in den Schuldenstaaten bereiten große Sorgen. Trotzdem hat die Gemeinschaftswährung im ersten Halbjahr gegen andere Devisen gewonnen. Eine Übersicht.

Handelsblatt - 01.07.2012, 15:21 Uhr

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Internationale Industrie pro Euro

#26 von Oeconomicus , 01.07.2012 22:56

Internationale Industrie pro Euro

Niemand unterstützt die Euro-Rettung so hingebungsvoll wie die deutschen Großkonzerne – egal ob VW-Chef Martin Winterkorn oder Daimler-Chef Dieter Zetsche, egal ob Deutsche-Bank-Aufsichtsratschef Clemens Börsig oder Allianz-Chef Michael Diekmann: sie bejubeln die gemeinsame Währung und fordern „Solidarität“ von den Deutschen ein.
Dabei ist es der pure Eigennutz, was die Damen und Herren der Großindustrie umtreibt, ihr Solidaritätsgeschwafel ist ausschließlich Propaganda in eigener Sache. Die Kosten der Eurorettung müssen sie nicht tragen, den sie sind international und sie lassen sich bei der “Eurorettung” vor allem selbst retten – die Europäische Zentralbank finanziert ihnen bereitwillig die Kredite, mit denen ihre Produkte gekauft werden.

Die FAZ heute sachlich, fundiert und informativ zum Thema: Großindustrie pro Euro.

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Der große Euro Schwindel – Wenn jeder jeden täuscht

#27 von Oeconomicus , 03.07.2012 23:34

Der große Euro Schwindel – Wenn jeder jeden täuscht

"Wechs Film „Der große Euro-Schwindel" bedient ein weitverbreitetes Gefühl, dass wir nämlich in den Vorgängen rund um die nun schon zwei Jahre dauernde Rettung des Euro nicht vollständig informiert werden, dass vieles ohne Beteiligung der Parlamente, ohne Zeugen und der Berichterstattung entzogen geschieht."

youtube - 02.07.2012

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Alternativpläne zum EURO-System

#28 von Oeconomicus , 11.07.2012 11:09

WIE ES MIT DEM EURO WEITER GEHT:
„Ein Europäischer Marshall-Plan“,
zurück zu nationalen Währungen und einem europäischen Wechselkursverbund.
Ein Brief an Freunde, Mitstreiter und kritische Bürger von Prof. Wilhelm Hankel

Prof. Hankel - 17. Juni 2011



Rettet Europa, nicht den Euro!

Ein doppelter Aufruf!
An die Regierungen: Beendet das Euro-Abenteuer!
An die Bürger: Lasst Euch nicht verdummen!

von Prof. Dr. Wilhelm Hankel bei ZEIT-FRAGEN - 11 Juli 2012


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Fünf Experten beantworten die wichtigsten Fragen zum kommenden Staatsbankrott

Details



Prof. Markus C. Kerber

Kerber plädiert für Guldenmark als Zweitwährung zum Euro

Abschied vom Glauben an die Einheitswährung:
Wer den europäischen Gedanken retten will, muss Euroländern mit Leistungsbilanzüberschuss die Einführung einer Parallelwährung gestatten.

EUROPOLIS

dazu youtube [2:43 Min]

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Die deutsche Elite versagt

#29 von Oeconomicus , 13.07.2012 00:57

Freie Wähler
Henkel: Die deutsche Elite versagt


Der frühere BDI-Präsident Hans-Olaf Henkel kommt nach wie vor viel herum. Bevor er am Donnerstagabend vor etwa 40 Zuhörern in einem Stuttgarter Hotel sprach, war er in London. Vor Tagen hat er in Tschechien mit dem Präsidenten Václav Klaus unter vier Augen gesprochen. Davor weilte er in Schweden.

Erfahren hat Henkel:

Zitat
„Die Ausländer begreifen nicht, dass sich die Deutschen wie die Lemminge von der politischen Führung in Richtung Abgrund treiben lassen.“


Sie würden fragen, wann die Bewegung losgehe, die sich das nicht mehr gefallen lasse. Henkel hat darauf eine Antwort:

Zitat
„Die Politik und die Medien haben es geschafft, das Rütteln am Einheitseuro zu einem Tabu zu erklären.“


Es sei nun mal politisch inkorrekt, über Alternativen nachzudenken. Und nach einer Unterredung mit einem britischen Juden noch am Morgen meint er, dass dies mit dem typisch schlechten Gewissen der Deutschen zusammenhänge.

Matthias Schiermeyer, 12.07.2012 22:55 Uhr - Stuttgarter Zeitung

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Euro-Kritiker Hankel zum Verfassungsgericht: "Offenbarungseid der Politik"

#30 von kob , 13.07.2012 12:24

Euro-Kritiker Hankel zum Verfassungsgericht: "Offenbarungseid der Politik"


"Unser Bundesfinanzminister Wolgang Schäuble ist ein sozialer Selbstmordattentäter. Ihm ist Europa wichtiger als Deutschland, sein Rechtsstaat, seine Demokratie und sein Wohlstand."


Professor Wilhelm Hankel, einer der Kläger gegen den Euro berichtet von einem "sehr nachdenklichen Verfassungsgericht". Er sieht gute Chancen, dass das Gericht die ESM-Gesetze stoppt und zurück an den Bundestag überweist. "Es kann ja wohl nicht angehen", erläutert Hankel, "dass vorne im Gesetz keine Haftung steht und hinten heißt es dann unbegrenzte Haftung." ....

Anbei der Link zum Video bei daf vom 11.07.2012 17:26

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