Deutschland und die Finanzmärkte

#1 von Oeconomicus , 18.04.2012 10:27

Investor John Paulson
Hedgefonds-Star spekuliert gegen Deutschland


Der milliardenschwere Hedgefonds-Manager John Paulson wettet darauf, dass die Euro-Krise mit Macht zurückkehrt - und die Kreditwürdigkeit Deutschlands beschädigt. Paulson verdiente ein Vermögen, als er den Zusammenbuch des US-Hypothekenmarktes vorhersah, und gilt seitdem als "König des Geldes".

SPIEGEL-online 18.04.2012

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Haftungssummen für die Euroländer und der deutsche Anteil

#2 von Oeconomicus , 22.04.2012 07:58

Der Haftungspegel – Haftungssummen für die Euroländer und der deutsche Anteil

Die Eurozone leidet derzeit unter einer schweren Krise. Die sogenannten Peripherieländer, insbesondere Griechenland, haben Probleme, ihre Staatshaushalte zu finanzieren. Um einzelne Euroländer vor der Zahlungsunfähigkeit zu retten, sind verschiedene Rettungsmaßnahmen eingeführt worden, die unter dem Begriff „Euro-Rettungsschirm“ zusammengefasst werden. Hinzu kommen die Target-Kredite, die krisengeschwächten Ländern gewährt werden, und die Intervention der Europäischen Zentralbank (EZB) durch gezielte Käufe von Staatsanleihen. Target-Kredite sind EZB-Refinanzierungskredite an die Banken eines Landes, die über die normale Liquiditätsversorgung dieses Landes hinausgehen und einen Nettoerwerb von Gütern und/oder Vermögenstiteln in anderen Euroländern finanzieren. Sie sind nationalen Zahlungsbilanzdefiziten gleichzusetzen. Im Folgenden werden die Haftungssummen, die aus den Rettungsmaßnahmen für Euroländer resultieren, in einer Übersicht zusammengeführt. Der hierbei anfallende Anteil Deutschlands wird als Haftungspegel deklariert.


Bild-Zitat - Cesifo-Grafik 1 - copyright by IFO-Institut München

weitere Infos und Grafiken bei CesIfo - Texte vom 17.01.2012, aktualisiert am 20.03.2012 - Grafiken vom 17.04.2012

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Umfrage: "Bürger verlangen Sparkurs - auch zum eigenen Nachteil"

#3 von Oeconomicus , 04.05.2012 12:32

Umfrage
Bürger verlangen Sparkurs - auch zum eigenen Nachteil


Die Schuldenbremse erfährt eine breite Akzeptanz. Die Bürger würden sogar persönlich auf staatliche Leistungen verzichten. Nach einer Umfrage hat der Sparkurs eine Mehrheit, Steuererhöhungen jedoch nicht.

Handelsblatt - 04.05.2012, 10:15 Uhr

zu den Leser-Kommentaren


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Frankfurt rüstet sich für „Blockupy”-Proteste

#4 von Oeconomicus , 13.05.2012 17:14

Banken auf der Hut
Frankfurt rüstet sich für „Blockupy”-Proteste

Unter dem Motto „Blockupy” haben rund 40 Organisationen für Mittwoch bis Samstag zu Protesten gegen die Krisenpolitik von EU, Europäischer Zentralbank und Internationalem Währungsfonds aufgerufen.

Handelsblatt - 12.05.2012, 17:41 Uhr


das HB-Video

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Wie aus der Finanz- eine Schuldenkrise gemacht wurde

#5 von Oeconomicus , 15.05.2012 06:58

Bankenschwindel
Wie aus der Finanz- eine Schuldenkrise gemacht wurde

Es ist der wohl größte PR-Coup der Geschichte:
Die Banken haben sich aus der Schusslinie genommen, indem sie aus der Finanz- eine Staatsschuldenkrise machten.
Die Politik zieht daraus die falschen Schlüsse. Jetzt aber wird die Kritik an Merkels Spardiktat immer lauter ...


Cicero - 12. Mai 2012


***

dazu professorale Unterstützung der EURO-Junkies

VOLKSWIRTSCHAFTLICHE AUSWIRKUNGEN
DER EURO-STAATSSCHULDENKRISE UND NEUE INSTRUMENTE DER STAATS-FINANZIERUNG IN DER EU

Stellungnahme für den Finanzausschuss des Deutschen Bundestages, Sitzung vom 9. Mai 2012, Berlin


Analyse von
Prof. Dr. Paul J.J. Welfens, Jean Monnet Professor für Europäische Wirtschaftsintegration und Lehrstuhl für Makroökonomik an der Bergischen Universität Wuppertal

Auszug aus der Zusammenfassung:
"Die vorliegende Analyse behandelt vor dem Hintergrund der Ausgangslage nach dem Doppel-Krisenjahr 2010/2011 die Probleme und Herausforderungen in der Eurozone.

Dabei wird zunächst auf den Bankensektor eingegangen, dessen Stabilität zum Teil eng verbunden ist mit Fragen einer soliden Staatsschuldenfinanzierung.

Soweit man das Krisenmanagement in der Eurozone nur als halb erfolgreich einschätzen muss, bleibt Raum für dringende neue Politikschritte."

(Anm.: wie überall zu sehen ist, war das Krisenmanagement nicht "halb erfolgreich", sondern eine einzige Katastrophe. Anscheinend sind die Fenster in Prof. Welfens Elfenbeinturm zugemauert, insbesondere in Richtung Griechenland, Italien und Spanien ... und statt besagte Denkstube zu verlassen und sich mit den Menschen im bankrotten Wuppertal zu unterhalten, scheint er es vorzuziehen "Wolkenkuckucksheim" zu analysieren)


"Die Steuereinnahmen müssen in den Krisenländern wegen der steigenden Zinsausgabenquote erhöht werden; generell stellt sich die Frage, ob der Finanzsektor künftig stärker besteuert werden soll, wobei dies hier differenziert eingeschätzt wird."


(Anm.: Jawoll! Steuererhöhungen in den Krisenländern sind der absolute Königsweg, insbesondere wenn man dabei auf signifikante Beteiligungen der Vermögens-Kaste verzichtet. (Beispiel: die verfassungsmäßige Verankerung der Steuerbefreiung von griechischen Reedern, oder die unsäglichen Plünderungen des griechischen und italienischen Volkes)


"Insbesondere die Möglichkeit, eine Volatilitätssteuer einzuführen mit Steuerbasis Eigenkapitalrendite bei Banken und anderen Finanzinstitutionen, wird als wünschenswert für Allokationseffizienz und Systemstabilität gesehen."


(Anm.: wir werden sehen, welche Wendehals-Manöver die Euro-Junkies auf Druck des neuen Monsieur le Président vornehmen werden)


"Die erheblichen mittelfristigen Ausgabeneinspareffekte für den Staat aus dem Sichere-Hafen-Effekt – also Spareffekte im Kontext der unnormal niedrigen Realzinssätze in Deutschland als Folge der Krise bzw. erhöhter Kapitalzuflüsse – und die positiven Investitions-, Wachstums- und Beschäftigungseffekte werden hier für Deutschland erstmals in einer Abschätzung präsentiert.

Größenordnungsmäßig ist der Gesamtvorteil für Deutschland im Zeitraum 2010-2017 erheblich und muss den völlig einseitigen Darlegungen von der Ifo-Spitze entgegengehalten werden; der kumulierte Effekt liegt bei etwa 2500 Euro pro Kopf bzw. 6-7% des Bruttoinlandproduktes von 2017."


(Anm.: Die knapp 10 Millionen Menschen in Deutschland, die es sich unterhalb der Armutsgrenze "gemütlich gemacht haben" wird diese Aussicht sicher jubilieren lassen.
Statt Prof. Sinn (IFO-Institut) anzugreifen, wäre eine öffentliche Debatte, bspw. anläßlich einer öffentlichen Anhörung im Haushaltsausschuss des Bundestages wesentlich zielführender)


"Bei der Frage der wirtschaftlichen Ungleichgewicht hat der neue Ansatz der Europäischen Kommission einige Ungereimtheiten, wobei hier als Ergänzung dringend ein Blick auf die echte Sparquote (adjusted net savings rate) – nach Weltbank-Konzept – empfohlen wird, was bei einigen Krisenländern schon frühzeitig Warnsignale gegeben hätte.
Die längerfristige bzw. nachhaltige Stabilisierung der Eurozone wird nicht ohne Euro-Politikunion möglich sein, wobei hierzu einige Vorschläge unterbreitet werden. "


(Anm.: Dabei wäre es hilfreich in allen Ländern der Euro-Zone diese Forderung nach demokratischen Prinzipien per Referendum abzufragen!)


"Zu Pessimismus besteht in der Eurozone und insbesondere auch in Deutschland kein Anlass, die Überwindung der Krise erfordert geduldige und gezielte Maßnahmen, wobei die Rolle der Europäischen Kommission mittelfristig deutlich gestärkt werden sollte."

[...]

http://www.bundestag.de/bundestag/aussch...of__Welfens.pdf

Hinweis: dieser Artikel wurde auch in die Kategorie "EFSF / ESM" eingestellt.


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RE: Blockupy-Proteste

#6 von Oeconomicus , 15.05.2012 19:21

Blockupy-Proteste
Polizei rät: Banker, verkleidet Euch!


Die Banken im Frankfurter Finanzviertel wappnen sich für die Proteste der „Blockupy“-Bewegung. Barclays montiert das Firmenschild ab, die Commerzbank macht ganz dicht. Die Banker haben Angst vor Gewaltausbrüchen.

Handelsblatt - 15.05.2012, 18:38 Uhr - Kommentare

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RE: Blockupy-Proteste

#7 von Oeconomicus , 17.05.2012 17:06

Frankfurter Paulskirche: 1000 Demonstranten halten Grundgesetz in die Höhe
[...]
16.30 Uhr
Die Polizei hat den Platz in Formation betreten und angekündigt, jetzt Schritt für Schritt vorzurücken
16.35 Uhr
Demonstranten haben sich gegenüber den angetretenden Polizisten in einer Reihe auf den Boden gesetzt
16.45 Uhr
Deeskaltion am Römer – die Polizisten die Helme wieder ab – es gibt Beifall von Demonstranten
[...]
Nicht einer der honorigen Herren der Stadt Frankfurt oder der hessischen Regierung, die ansonsten nicht auf den Mund gefallen sind, lässt sich an der Paulskirche blicken!

Radio Utopie

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RE: Blockupy-Proteste

#8 von Oeconomicus , 19.05.2012 09:48

Stadt Frankfurt entlarvt sich selbstGrundgesetz außer Kraft gesetzt

Das Ordnungsamt der Stadt Frankfurt bestätigt nun selbst die generelle Außerkraftsetzung des Grundrechts auf Versammlungsfreiheit. Die vom Komitee für Grundrechte und Demokratie angemeldete Kundgebung, am Donnerstag, 17. Mai 2012, von 12.00 bis 18.00 Uhr wurde Dienstag, 15. Mai 2012, mittags verboten.

Zur Begründung führt das Ordnungsamt ... weiter bei grundrechtekomitee

***

Meinungsfreiheit oder Äußerungsfreiheit? Der Artikel 5 des Grundgesetzes

So, wie die Richterschaft und die Jurisprudenz reichlich bewiesen haben, dass es diesen an einer den Elementar-Freiheiten des Menschen entsprechenden Vorstellung zur vielbeschworenen „Menschwürde“ fehlt, so ist dies betreffend des Grundrechtsbegriffs „Meinungsfreiheit“ nicht anders. Das wundert nicht, denn „Meinungsfreiheit“ ist Teil der Menschenwürde. Doch der Reihe nach.

READERS EDITION - Bert Steffens | 18. Mai 2012, 13:26 Uhr | Aktualisiert: 18.05.2012, 20:32

***

Nur noch die Pudel der Frankfurter Finanz-Bosse und der CDU?
Die Grünen im Römer


Na, wir sind in Frankfurt ja einiges gewohnt, in den letzten Jahren, Jahrzehnten, da muß nicht erst Occupy kommen. Nicht dass uns eine CDU in der Landesregierung mit rechtsradikalen Traditionen sonderlich schocken würde, sie läuft schließlich seit Jahrzehnten rund. Auch ein Ministerpräsident erschreckt uns nicht wirklich, wenn er gleich eine ganze Abteilung von Steuerprüfern bei Frankfurter Banken als geistesgestört vom Dienst suspendieren lässt. Natürlich auch nicht, dass er direkt nach seinem Rücktritt in den Vorstand eines dieser Global Finance Player eintritt.

NRhZ-online - Ulli Gaukler

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Bürgerparteien stellen Einforderungen
„Einfragen!“ im Frankfurter Presseclub


Die für den 19. Mai in Frankfurt am Main vorgesehene Großdemonstration "Blockupy" wurde am 4. Mai durch die Stadt untersagt. Nach 6 Monaten "Occupy" vor der Europäischen Zentralbank, hat sich auch diese Bewegung langsam totgelaufen. Was übrig bleiben wird, sind Zeltstangen und wenig Inhaltliches, der Rückzug ins Virtuelle und unerträglich Unverbindliche nimmt wieder seinen Lauf.

von Marianne Grimmenstein - NRhZ-online

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Polizei löst «Blockupy»-Protestzüge auf - Wasserwerfer vor EZB

Quelle

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Knast statt BlockadeHunderte Festnahmen bei Protest gegen Bankenmacht in Frankfurt am Main

Am Freitag waren seit den Morgenstunden einige tausend Blockupy-Aktivisten in Frankfurt am Main unterwegs. Mit dezentralen Aktionen, Spontankundgebungen, Flashmobs und Straßentheater protestierten sie gegen die Sparpolitik in Europa und gegen die Versammlungsverbote in der Stadt.

weiter bei dokmz.wordpress.com

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Frankfurt: Blockaden und Polizeirepression

Trotz Totalverbot, Ausnahmezustand und Massenfestnahem haben heute tausende Menschen versucht in das von tausenden Polizeibeamten besetzte Bankenviertel von Frankfurt/Main zu gelangen. Ziel war es den Widerstand gegen die Krisenpolitik von EZB, Merkel und den Irrsinn des kapitalistischen Wirtschaftens ins finanzielle Zentrum des deutschen Imperialismus zu tragen und die Europäische Zentralbank und das Frankfurter Bankenzentrum für einen Tag symbolisch lahmzulegen. Dieses Ziel wurde schon im Vorfeld erreicht, weil Innenbehörden, Polizei und Bankleitungen aus purer Panik die Stadt und sich komplett selbst blockieren und es eigentlich keine Protestierenden mehr bedarft hätte.

Quelle

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Blockupy FFM: Fortgesetzter Ausnahmezustand

Auch am Donnerstag demonstrierten in Frankfurt mehrere hundert Menschen trotz Verbots gegen die krisenpolitik von EU-Kommission, Europäischer Zentralbank und dem Internationalen Währungsfonds auf die Straße. Um die 700 Personen versammelten sich auf dem Paulsplatz und dem Römer. Die Polzei, die wie am Mittwoch mit massiven Kräften vor Ort war, ließ die Protestler zunächst gewähren, erhöhte im Laufe des Vormittags den Druck aber zunehmend.

weiter bei realfragment

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Polizeifestspiele in Frankfurt

Aktivisten fühlten sich an die bleiernen Jahre des Deutschen Herbstes erinnern. Nicht Blockupy, sondern die Polizei hat das Bankenviertel blockiert

"Blockupy: EZB und Bankenviertel erfolgreich blockiert", heißt es auf der Homepage des globalisierungskritischen Netzwerkes Attac. Damit hatten sie nicht unrecht, aber es war die Polizei, die mit ihren Maßnahmen für die Blockaden sorgte. Den ganzen Tag über waren sie auf der Suche nach Menschen, die sich vielleicht zu politischen Zwecken im öffentlichen Straßenraum bewegten. Immer wieder wurden Menschen eingekesselt, gelegentlich setzte die Polizei auch Wasserwerfer ein. Insgesamt wurden im Laufe des Tags fast 500 Personen zumindest kurzzeitig festgenommen.

heise.de - Peter Nowak 19.05.2012

***

Interview mit Martin Kliehm, Piraten-Stadtverordneter im Römer, zu Blockupy

Quelle: treipgut.de


Anmerkung:
Wer in der Demokratie schläft, wacht in der Diktatur wieder auf!

... und noch eine persönliche Bemerkung an die Stadtverordneten im Frankfurter Römer:
Was immer Sie tun oder entscheiden ... tun Sie dies im Sinne der Menschen ... sonst wird man Sie bald als symbolischen Teil von Pjöngjang wahrnehmen!


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RE: Blockupy-Proteste

#9 von Oeconomicus , 19.05.2012 18:53

Banken-Protest
Blockupy mobilisiert mehr als 20.000 Menschen


In Frankfurt sammeln sich Banken-Gegner zur einzigen erlaubten „Blockupy“-Demonstration. Bisher melden die Veranstalter rund 20.000 Teilnehmer. Aus Angst vor Krawallen hat die Polizei die Innenstadt teilweise abgesperrt.

Handelblatt - 19.05.2012, 17:14 Uhr, aktualisiert 17:13 Uhr - Kommentare

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David Graeber in Frankfurt: Wieso stellt sich das Bankenviertel tot?

#10 von Oeconomicus , 24.05.2012 18:44

David Graeber in Frankfurt
Wieso stellt sich das Bankenviertel tot?


Frankfurt stellt sich tot. Also Bühne frei für David Graeber, der hier seinen „Schulden“-Bestseller und den Erfahrungsbericht über die Occupy-Bewegung vorstellt.

FAZ - 21.05.2012

Nachtrag:
David Graeber ist am 24.05.2012 Gast in der Talkrunde Maybrit Illner


Vorschau" maybrit illner" 24. Mai



ttt zu Graeber

Ist das der Anfang vom Ende des Kapitalismus? In den USA verlieren Hunderttausende verschuldeter Familien ihre Häuser. In Griechenland leben viele Menschen auf der Straße. Die Schuldenkrise kann jeden treffen. Führt ein Finanzsystem, das sich weitgehend über Schulden finanziert, zwangsläufig in den Abgrund? Wenn es einen Satz gibt, den jeder unterschreiben würde, dann den: Schulden muss man zurückzahlen. Doch jetzt kommt ein Mann, der unser Finanzsystem analysiert wie ein Ethnologe einen exotischen Stamm in Neuguinea. Und dieser Mann sagt: Nein, Schulden muss man nicht unbedingt zurückzahlen. David Graeber ist der neue Star der Kapitalismuskritik. Er ist Professor für Anthropologie in London, bekennender Anarchist -- und Mastermind der weltweiten Occupy-Bewegung. Aber sein Buch „Schulden. Die ersten 5.000 Jahre" halten auch Banker und konservative Politiker für einen Meilenstein. „Schulden erzeugen immer ein Machtverhältnis", sagt Graeber. „Die alten Eroberer haben das verstanden, ein Mafioso versteht das. Du schuldest mir was, sagen sie, und machen dir ein Angebot, das du nicht ablehnen kannst. Das heißt, es sieht plötzlich so aus, als habe das Opfer eine Schuld ihnen gegenüber. Als hätte der Schuldner etwas Böses getan. Das kann man über die ganze Geschichte der Menschheit verfolgen." (...)

Titel Thesen Temperamente, 20.5.2012 [6:36 Min]


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Börsenwelten: Finanzexperten hautnah – Wie sie sind, was Sie denken, was sie antreibt

#11 von Oeconomicus , 27.05.2012 09:04

Börsenwelten: Finanzexperten hautnah – Wie sie sind, was Sie denken, was sie antreibt



Fragen Sie 100 Analysten nach der besten Art und Weise, von der Börse zu profitieren, und Sie erhalten 100 verschiedene Antworten. Wie soll man da als Anleger den Überblick behalten und die richtige Strategie für sich herausfinden? Die Verwirrung und das Interesse an den Geschichten dahinter sind enorm.

Angetrieben von diesen Fragen haben wir uns von August bis November 2011 auf eine Reise durch Europa begeben, um in Interviews mit der Finanzelite Antworten zu bekommen.

Obwohl das nicht so geplant war, ist dieses Buch ein Zeugnis der Krise 2011. Im Laufe der Interviews zeigte sich mehr und mehr, dass es nicht mehr um die Frage „ob“, sondern nur noch „wann und wie heftig“ drehte.

Die Zeit der Interviews war eine unglaublich spannende Phase für uns. Nach jedem einzelnen Interview sind wir mit neuen Einsichten und neuen Ideen nach Hause gefahren und jeder einzelne hat uns mit seinen Aussagen bereichert. So unterschiedlich die Antworten auch ausgefallen sind, eins war als roter Faden zu erkennen: die Börse fordert Demut!

LuxFechter Consulting GmbH

PODCAST bei Bankhaus Rott & Frank Meyer

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Bedrohung des Finanzsystems

#12 von Oeconomicus , 03.06.2012 17:38

Bedrohung des Finanzsystems
Bafin-Chefin sagt Schattenbanken den Kampf an


Bafin-Präsidentin Elke König will die Regulierung von Schattenbanken möglichst schnell in Angriff nehmen.
Denn diese bilden eine „Gefahr für die Stabilität des gesamten Finanzsystems“.

Handelsblatt - 03.06.2012, 16:24 Uhr - Kommentare

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Nun steigen auch Zinsen für deutsche Staatsanleihen

#13 von Oeconomicus , 13.06.2012 07:02

Flucht aus dem Euro droht: Nun steigen auch Zinsen für deutsche Staatsanleihen

Nachdem die Rendite für deutsche Anleihen in den vergangenen Tagen kontinuierlich gesunken war, stieg sie am Dienstag überraschend. Die Investoren werden nervöser. Spaniens langfristige Anleihen erreichten zwischenzeitlich die höchste Rendite seit November 2011.



Deutsche Wirtschafts Nachrichten | 12.06.12, 18:14 | 25 Kommentare


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RE: Nun steigen auch Zinsen für deutsche Staatsanleihen

#14 von Oeconomicus , 13.06.2012 21:21

Investoren werden nervöser: Auktion bringt höhere Zinsen für deutsche Bonds

An den Finanzmärkten scheint die Skepsis über eine Lösung der Schuldenkrise mittlerweile auch die Sicherheit der deutschen Staatsanleihen in Frage zu stellen. Die Rendite für langfristige Anleihen kletterte bei der heutigen Auktion nach oben.

Deutsche Wirtschafts Nachrichten | 13.06.12, 12:35 | 8 Kommentare

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RE: Nun steigen auch Zinsen für deutsche Staatsanleihen

#15 von Oeconomicus , 14.06.2012 05:15

Pimco wirft Bundesanleihen aus Depots

Einer der größten Vermögensverwalter, die Allianz-Tochter Pimco, trennt sich von Bundeswertpapieren. Durch die milliardenschweren Rettungsschirme steige das Risiko für die deutsche Zahlungsfähigkeit.

Welt-Online - 13.06.12

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Ökonomen vs. EURO-Retter

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