Mein Geld ist sicher - oder nicht?

#1 von Oeconomicus , 05.06.2012 19:59

Einlagensicherung
Mein Geld ist sicher - oder nicht?


Viele Deutsche haben sich von hohen Zinsen locken lassen und ihr Geld im Ausland geparkt. Nun fürchten sie, nicht mehr an ihr Erspartes zu kommen, wenn Banken pleitegehen. Sind ihre Sorgen berechtigt?

Handelsblatt - 05.06.2012, 14:50 Uhr - Kommentare

mein HB-Kommentar:

"Im Herbst 2008, kurz nach der Pleite der US-Investmentbank Lehman Brothers, traten Kanzlerin Angela Merkel und der damalige Finanzminister Peer Steinbrück vor die Kameras und versprachen den deutschen Sparern, dass ihre Einlagen sicher seien. Das Wort gilt immer noch."

Werte HB-Redaktion,

Ihr Hinweis "Das Wort gilt immer noch" war sicher als Scherz gemeint.

Die Pointe können Sie hier nachlesen


www.fortunanetz.de/kbeobacht/2008/krise2...03e7l7alktoj9b7



***


Staat garantiert nicht für Erspartes
Der 100 000-Euro-Irrtum


Wer glaubt, der Staat garantiere bei einer Bankenpleite 100 000 Euro pro Kunde, der irrt. Der Staat haftet nicht – leider. Die Fakten zur Einlagensicherung.


Dienstag, 05.06.2012, 14:43 · von FOCUS-MONEY-Redakteur Werner Müller und Redakteurin Jana Tilz


***


Bundesministerium der Justiz
Einlagensicherungs- und Anlegerentschädigungsgesetz (EAEG)
Nichtamtliches Inhaltsverzeichnis


EAEG

Ausfertigungsdatum: 16.07.1998

"Einlagensicherungs- und Anlegerentschädigungsgesetz vom 16. Juli 1998 (BGBl. I S. 1842), das zuletzt durch Artikel 13 des Gesetzes vom 9. Dezember 2010 (BGBl. I S. 1900) geändert worden ist"

Quelle: Bundesministerium der Justiz - [PDF]


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zuletzt bearbeitet 05.06.2012 | Top

RE: Mein Geld ist sicher - oder nicht?

#2 von Oeconomicus , 06.06.2012 08:21

Sparer – wehrt euch gegen die Enteignung

Um den Ort ranken sich wilde Spekulationen, angeblich soll das meiste Gold in Tresoren der Federal Reserve Bank, der Bank of England und der Banque de France liegen. Dass die mehr als 3400 Tonnen wirklich da sind, zweifeln mittlerweile immer mehr Anleger an. Die Bundesbank wehrt sich und verweigert eine Inventur, was natürlich Wasser auf die Mühlen der Skeptiker ist. Sie mutmaßen, dass die Bundesbank nur Goldforderungen statt physischem Gold vorweisen kann.
[...]
Thilo Sarrazin, Ex-Bundesbanker und Autor des Buches „Europa braucht den Euro nicht“, nimmt selbst hartnäckigen Optimisten die letzte Illusion mit seinem Verweis auf die „inneren Triebkräfte der EZB-Politik, die das alte Bundesbank-Modell weit hinter sich gelassen haben“. „Wenn“, schließt er weiter, „der zu 70 Prozent vom Club Med beherrschte EZB-Rat irgendwann zum Schluss kommt, mehr Inflation sei unvermeidlich, dann wird eine Geldpolitik, die mehr Inflation bringt, auch stattfinden.“

focus-online - Dienstag, 05.06.2012, 19:04

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EU-Einlagensicherung: Deutsches Geld für spanische Sparer

#3 von Oeconomicus , 07.06.2012 13:42

EU-Einlagensicherung
Deutsches Geld für spanische Sparer


Müssen deutsche Sparer demnächst für ausländische Banken einspringen? In Brüssel kursiert eine neue Idee, um mit ihrem Geld Südeuropa zu retten. Die deutschen Banken wehren sich heftig dagegen.

Handelsblatt - 06.06.2012, 15:41 Uhr - Kommentare

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Die Deutschen sehen für die Zukunft schwarz

#4 von Oeconomicus , 12.06.2012 12:03

Angst-Studie
Die Deutschen sehen für die Zukunft schwarz


In Zeiten von Euro- und Schuldenkrise glaubt nur noch jeder Zehnte daran, dass es seine Kinder einmal besser haben werden.

Für das, was da auf Europas Verbraucher zukommt, ist Ivan Bascles Bild beinahe zu idyllisch:
"Kennen Sie das, wenn Sie an einem wunderschönen, sonnigen Tag am Strand sind, aber die ersten Wolken auftauchen und Sie wissen: Gleich kommt das Unwetter? In genau dieser Situation fühlen sich Europas Verbraucher derzeit", sagt der Konsumexperte der Beratungsgesellschaft Boston Consulting Group. Wie seit annähernd zehn Jahren hat BCG auch jetzt wieder Verbraucher überall auf der Welt nach ihren Erwartungen für die Zukunft gefragt. So negativ wie dieses Mal waren die Antworten noch nie.

Berliner Morgenpost - 11.06.12


Daniel Neun kommentiert die Studie treffend kommentiert

Radio Utopie - 11.Juni 2012

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Handelsblatt: So schützen Sie Ihr Geld

#5 von Oeconomicus , 16.06.2012 05:53

So schützen Sie ihr Geld

Was passiert, wenn Griechenland in den kommenden Wochen tatsächlich die Eurozone verlässt? Politiker und Ökonomen warnen zwar vor Panikmache. Anleger sollten sich dennoch auf den Ernstfall vorbereiten.

Handelsblatt - 15.06.2012, 09:56 Uhr - Kommentare

Auszug aus den Kommentaren:

15.06.2012, 22:02 Uhr - daytrader_wave

"Eigentlich schon bemerkenswert, oder?
Vor ziemlich zwei Jahren hat dieselbe Zeitung, die heute "Tipps" geben will, wie man sich für den Ernstfall des Ausstiegs Griechenlands aus dem Euroraum wappnet, offen zum Kauf griechischer Staatsanleihen aufgerufen - einfach mal googlen: "Wir kaufen griechische Staatsanleihen".

Soviel zu der Frage der Halbwertszeit von Empfehlungen des Handelsblatt und deren Brauchbarkeit.
"


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zuletzt bearbeitet 16.06.2012 | Top

Diese Neun entscheiden über Ihr Geld

#6 von Oeconomicus , 17.06.2012 09:15

Diese Neun entscheiden über Ihr Geld

Der Bundestag wählte gestern das neunköpfige Sondergremium, das immer dann über Tätigkeiten des EFSF entscheiden wird, wenn Geheimhaltung nötig sei. Die Parlamentarier wählten per Einheitsliste. Jede Fraktion stellte genau so viele Kandidaten, wie ihr nach der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zustanden.

Die CDU/CSU-Fraktion schickte vier Abgeordnete ins Rennen: Ihren haushaltspolitischen Sprecher Norbert Barthle, Bartholomäus Kalb, der bereits 2005 durch die Weitergabe von Insiderinformationen auffiel, sowie Eckardt Rehberg und Michael Stübgen.

Für die SPD zogen die stets direkt gewählte Petra Merkel und Lothar Binding ein.

Binding ist im Haushaltsausschuss Hauptberichterstatter für das Verfassungsgericht – über das Treiben des Gremiums wird er nicht berichten. Hier gilt Geheimhaltung.

Die FDP stellte ausgerechnet Florian Toncar auf. Dieser ist Mitglied einer Parlamentariergruppe des Bundestages mit dem vielsagenden Namen Europa-Union. Dietmar Bartsch wird die Linke repräsentieren. Er gehört zu dem Parteiflügel der sog. „Reformer“. Schließlich wird das Haushaltsausschussmitglied Priska Hinz die Grünen vertreten.

Mit dieser Konstellation ist nun, wenigstens offiziell, das gesamte Parlament in dem Gremium abgebildet, wie das Verfassungsgericht verlangte. Nun können diese Neun in Ruhe und im Geheimen über Milliarden Euro an deutschen Steuergeldern bestimmen.

Freie Welt - 15.06.2012

Bundestagsdrucksache zum Geheimgremium


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Nach der Krise ist vor der Krise – ist unser Erspartes wirklich sicher?

#7 von Oeconomicus , 19.06.2012 13:53

Nach der Krise ist vor der Krise – ist unser Erspartes wirklich sicher?

Am vergangenen Wochenende schauten Politik und Finanzmärkte gespannt auf Griechenland. Nach dem Wahlsieg von Antonis Samaras machte sich zunächst Erleichterung breit, doch die Ernüchterung folgte schnell:
Samaras will um eine Auflockerung des Sparprogramms feilschen, in Spanien und Italien spitzt sich die Lage weiter zu und beim G20-Gipfel wird über das europäische Krisenmanagement gestritten.

Wird die Euro-Krise zu einer unendlichen Geschichte oder steht die Gemeinschaftswährung nun wirklich kurz vor dem Zusammenbruch, wie IWF-Chefin Christine Lagarde warnt?
Müssen wir uns also auch in Deutschland bald auf harte Zeiten einstellen?

annewill.blog.ndr.de - 19.06.2012

Sendung am 20. Juni 2012 - 22:45 Uhr


Mein Kommentar


1
Oeconomicus:
19. Juni 2012 um 13:22 Uhr

Regierungen und Geschäftemacher in Griechenland, in Spanien, in Portugal, in Italien und in Irland haben in den letzten 13 Jahren mit Hilfe der Euro-Währung rund € 10 Billionen an Schulden angehäuft.

Niemand sagt uns wofür!

Keiner dieser Staaten ist mit Hilfe dieser unfassbaren Summen wettbewerbsfähiger und sozialer geworden.
Und niemand gibt zu, dass diese in der Geschichte Europas einmalige Geldverschwendung in Friedenszeiten nur mit Hilfe des Euro möglich gewesen ist.

Durch ihn sind Staaten, die es vorher nicht waren, kreditwürdig geworden – dank realer Null- und sogar Negativzinsen, die nicht einmal die Inflationsrate abdeckten. Und durch ihn sind die Wechselkurse, die früher jede Misswirtschaft gnadenlos aufdeckten, abgeschafft worden und damit das Druckmittel, sie zu auf den Pfad seriöser Politik zurück zu bringen.

Jetzt soll das Resultat dieser beispiellosen Misswirtschaft “europäisiert” werden. Dafür stehen ESM, Fiskalpakt und Bankenunion.

Daneben sind die Bilanzsummen der 27 größten Europäischen Banken auf nahezu € 60 Billionen gewachsen, dies entspricht dem jährlichen Welt BIP und ist viermal so hoch wie die Bilanzsummen aller amerikanischer Banken.
Dem gegenüber steht ein Eigenkapital dieser europäischen Institute, das in etwa mit dem Faktor 50 gehebelt ist.

Entsteht bei den in der Aktiva dieser Bankbilanzen gebuchten Assets und Forderungen ein Vermögensverlust von nur 2%, gehen an der Stelle die Lichter aus!

***

Bereits gestern fiel die ARD mit einer Sondersendung "Wer rettet jetzt den Euro?" auf.

Mediathek - Direktlink zur Aufzeichnung

Gleich danach beschäftigte sich "Hart aber fair" mit dem Thema "Die Griechenwahl – statt Ende mit Schrecken jetzt Schecks ohne Ende?"

WDR


****

Dazu eine hochspannende Podiums-Diskussion im Audimax der Westfälischen Hochschule Recklinghausen zum Thema "Wege aus der Krise", mit den Professoren Elmar Altvater (Berlin), Ulrich van Suntum (Münster) und Heinz-J. Bontrup (Recklinghausen) unter der Moderation von Hartmut Steiger (Journalist, Düsseldorf):




Vortrag: Prof. Dr. Elmar Altvater

Youtube - Teil 1 - [14:59 Min]

Youtube - Teil 2 - [7:58 Min]

Vortrag: Prof. Dr. Heinz-J. Bontrup

Youtube - Teil 1 - [15:00 Min]

Youtube - Teil 2 - [5:43 Min]

Vortrag: Prof. Dr. Ulrich van Suntum

Youtube - Teil 1 - [14:59 Min]

Youtube - Teil 2 - [2:29 Min]

Liebe Leserinnen und Leser,

Ich möchte Sie im eigenen Interesse herzlich bitten, diese Vorträge anzuhören und die daraus abzuleitenden Erkenntnisse zu verinnerlichen.

Zu diesem Thema bereite ich gerade einen Aufsatz vor, der auf fortunanetz.de abgebildet wird und Sie ermuntern soll, Ihre Fragen zu stellen, die nach bestem Wissen beantwortet werden sollen.

Haben Sie bitte keine Scheu, Ihre Fragen zu formulieren, auch wenn Ihre ökonomischen Grundkenntnisse nicht ausgeprägt sind ... immer daran denken:
"es gibt keine dummen Fragen .. nur dumme Antworten"!

Ihr Oeconomicus


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zuletzt bearbeitet 20.06.2012 | Top

Bausparkassen beraten Kunden oft schlecht

#8 von Oeconomicus , 18.07.2012 06:38

Stiftung Warentest
Bausparkassen beraten Kunden oft schlecht


Die Stiftung Warentest kritisiert gravierende Beratungsmängel bei Bausparkassen. Deren Vorschläge seien oft zu teuer und gingen am Wunsch des Kunden vorbei, erklärten die Verbraucherschützer.
Bei Testgesprächen fiel jeder vierte Berater durch.

SPON - 17.07.2012

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Wie der Staat die Anleger ausquetscht

#9 von Oeconomicus , 18.07.2012 23:16

FINANZIELLE REPRESSION
Wie der Staat die Anleger ausquetscht


Wenn es darum geht, an Geld zu kommen, war der Staat immer erfinderisch. Bald könnten einige Folterwerkzeuge wieder zum Einsatz kommen. Das DIW schlägt Zwangsanleihen vor. Doch es gibt noch mehr Optionen.


Zitat
Seite 1: Wie der Staat die Anleger ausquetscht
Seite 2: Entschuldung über Inflation
Seite 3: Zwangsanleihen für die Reichen
Seite 4: Zinsgrenzen, Sondersteuern und Verbote
Seite 5: Kapital darf nicht mehr außer Landes
Seite 6: Sanfter Druck auf Großinvestoren




Handelsblatt - 18.07.2012, 12:04 Uhr - Kommentare

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Island und die Krisenfolgen

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