Debatte zum Renten-Eintrittsalter

#1 von Oeconomicus , 19.06.2012 02:44

AIG-Chef Benmosche:
Menschen werden künftig erst mit 80 in die Rente gehen


Robert Benmosche, der Chef des durch einen Bailout geretteten US-Versicherers AIG, ist der Auffassung, dass die Menschen wegen der höheren Lebenserwartung weltweit erst mit 80 Jahren in die Rente gehen werden. Nur so könne vermieden werden, dass Rentenkassen und Gesundheitssystem zu sehr belastet werden.

Deutsche Mittelstands Nachrichten | Veröffentlicht: 18.06.12, 23:25 | Aktualisiert: 18.06.12, 23:27

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RE: Debatte zum Renten-Eintrittsalter

#2 von Oeconomicus , 25.06.2012 01:13

Ich habe mal in den Tiefen des Netzes gestöbert und bin auf ein mir bislang unbekanntes "Zeit-Dokument" gestossen:

Rente mit 80

Innenminister Wolfgang Schäuble erregt den Volkszorn, weil er ausspricht, was unvermeidlich ist:
Das Rentenalter muss weiter steigen. Man sollte noch weiter gehen.

Ein Kommentar - DIE ZEIT - 20.12.2006 - 03:17 Uhr

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RE: Debatte zum Renten-Eintrittsalter

#3 von Oeconomicus , 25.06.2012 06:53

DOKU
Schuften bis 80 - Wenn die Rente nicht reicht


Sie sind längst im Ruhestand, doch sie putzen Treppenhäuser, tragen Zeitungen aus oder arbeiten als Hausmeister, weil ihre Rente kaum zum Leben reicht.
660000 Senioren haben laut Bundesarbeitsministerium einen Nebenjob und Wirtschaftsexperten warnen:
Niedriglöhne, Scheinselbstständigkeit und unterbrochene Erwerbszeiten werden die Altersarmut in Zukunft noch massiv verschärfen.

NDR-Autorin Ute Jurkovics wollte wissen:
Wer sind die älteren Menschen, die noch arbeiten müssen, um über die Runden zu kommen?
Eine von ihnen ist Renate Eberhard. Sie gehört zu den rund acht Millionen Senioren in Deutschland, deren Rente weniger als 600 Euro beträgt. Die 73-jährige Hamburgerin zieht an drei Tagen in der Woche mit ihrem Hackenporsche auf Flohmärkte und verkauft gebrauchte Armbanduhren, alte Barbiepuppen und Schmuck. Wenn sie Pech hat, bekommt sie an einem Tag für stundenlanges Rumstehen bei Wind und Wetter gerade mal 15 Euro.

Auch Marianne Kreil verdient sich auf Flohmärkten ein paar Euro dazu. Außerdem putzt sie werktags in einer Zahnarztpraxis und am Wochenende in einem Büro. Obwohl sie 40 Jahre lang als Reinigungshilfe gearbeitet und eingezahlt hat, liegt ihre Rente nur knapp über dem Sozialhilfeniveau. Mit Flohmarktgeschäften halten sich auch Rudi Meissner und seine Frau über Wasser. Weil er als Möbelpacker seine Bandscheiben ruinierte, wurde er schon mit 60 verrentet. Heute bekommt der 72-Jährige seine Minirente vom Staat aufgestockt. 376 Euro hat er noch zum Leben, wenn die Miete bezahlt ist. Die Meissners klagen nicht. Solange die Kraft für ihre Nebenjobs noch reicht, kommen sie klar. Wenn der HSV ein Heimspiel hat, sammelt das Ehepaar vor dem Fußballstadion leere Dosen und Flaschen ein. Manchmal bringt eine stundenlange Sammelaktion nicht mehr als 30 Euro. “Was soll`s,” meint Rudi Meissner, “von 30 Euro kann man schon eine ganze Menge kaufen.”

zur Doku - [28:33 Min]


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zuletzt bearbeitet 25.06.2012 | Top

RE: Debatte zum Renten-Eintrittsalter

#4 von Oeconomicus , 25.06.2012 07:23

Historische Dokumente:
Gesetz über Arbeitslosenvermittlung und Arbeitslosenversicherung, 16. Juli 1927



Zusammenfassung

Das Inkrafttreten des Gesetzes über Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung im Jahr 1927 war ein Höhepunkt der Sozialpolitik der Weimarer Republik. Mit diesem Gesetz hatte der Reichstag nach mehreren Anläufen zwei wesentliche Neuerungen beschlossen:
zum einen die seit langem geforderte gesetzliche Arbeitslosenversicherung als vierte Säule der Sozialversicherung in Deutschland,
zum anderen die Errichtung einer "Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung" als autonome Reichsbehörde mit Selbstverwaltung.

Die neu geschaffene Institution sollte zusammen mit der bereits bestehenden öffentlichen Arbeitsvermittlung und Berufsberatung auch die Arbeitslosenversicherung durchführen. Infolge der Weltwirtschaftskrise geriet die Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung jedoch bald in finanzielle Schwierigkeiten.
Die Demontage der Arbeitslosenversicherung verschärfte das Elend der Massenarbeitslosigkeit. Während der nationalsozialistischen Diktatur wurde die Reichsanstalt gleichgeschaltet und in eine Arbeitslenkungsbehörde umgebaut. Ihre Hauptfunktion bestand in der Versorgung der Kriegswirtschaft mit den erforderlichen Arbeitskräften. Die Rechtsnachfolgerin der Reichsanstalt über Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung ist die heutige Bundesagentur für Arbeit.

Gesetz über Arbeitslosenvermittlung und Arbeitslosenversicherung, 16. Juli 1927

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Altersvorsorge in Gefahr

#5 von Oeconomicus , 22.07.2012 05:58

Altersvorsorge in Gefahr
Betriebsrenten könnten drastisch sinken


Die Vorsorge von Millionen Arbeitnehmern ist in Gefahr, warnt ein Experte. Schuld ist das aktuelle Zinstief. Bleibt das auch in Zukunft so, kommen die Pensionskassen ordentlich in Bedrängnis.

N24 - 21.07.2012 19:36 Uhr


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zuletzt bearbeitet 22.07.2012 | Top

   

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