Der Fukushima-Schock - Energie, Moral und das große Geld

#1 von Oeconomicus , 27.02.2012 04:18

Als im März des vergangenen Jahres der Supergau in Fukushima seinen Anfang nahm, ging alles ganz schnell:

Der eben noch von der Bundesregierung vertagte Ausstieg aus der Kernenergie war auf einmal beschlossene Sache.

Der einst grünen Protestlern vorbehaltene Slogan "Atomkraft, nein danke" war über Nacht breiter gesellschaftlicher Konsens.

Das Ende der riskanten, auch künftige Generationen belastenden Atomenergie ist seitdem beschlossene Sache.

Aber sind wir nun moralisch auf der sicheren Seite?

Energie, der Treibstoff unserer verzweifelt um Wachstum kämpfenden Wirtschaft, wird knapper und teurer.

Welchen Preis sind wir bereit dafür zu zahlen, dass das Erdöl sprudelt, dass Gas durch die Pipelines fließt?

Die Bundesrepublik Deutschland liefert Panzer an ein Regime wie Saudi-Arabien, das die Menschenrechte mit Füßen tritt.

Und so lange die Erdgas-Pipelines voll sind, darf ein deutscher Exkanzler den autoritären Putinstaat Russland auch als "lupenreine Demokratie" preisen.

Welchen moralischen Preis dürfen, müssen wir zahlen, damit unsere Wirtschaft funktioniert, unser Wohlstand gesichert bleibt?

Ausgehend von den bitteren Erfahrungen der Menschen in Fukushima ist Tilman Jens diesen Fragen in Japan und in Deutschland nachgegangen, wo sich nach der Entscheidung gegen die Nutzung der Atomkraft zur Energiegewinnung die Frage nach den ethischen Konsequenzen unseres Energiehungers verschärft stellt.

Film von Tilman Jens

Teil 1/3

http://www.youtube.com/watch?v=ZpiN9VX3rAk

Teil 2/3

http://www.youtube.com/watch?v=juFKb19BNKQ

Teil 3/3

http://www.youtube.com/watch?v=BYR5psGO8Co

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