Krisenbeobachtung

Ehemalige Kolonie will Kolonialmacht retten

 von Oeconomicus , 03.03.2012 11:52

Viele Portugiesen verlassen ihr Land in Richtung Angola

Eine Analyse von Thomas Nitz

Immer mehr Portugiesen suchen ihr Glück in der ehemaligen Kolonie Angola. Während Portugal erst im Mai mit einer 78 Milliarden Euro Finanzspritze von EU und IWF vor dem Staatsbankrott gerettet werden musste, beschert der Ölreichtum Angolas Wirtschaft zweistellige Wachstumsraten.

Noch 2006 wurden gerade einmal 156 Visa an Portugiesen ausgegeben. Jetzt zieht der wirtschaftliche Boom Angolas portugiesische Hochschulabsolventen und Fachkräfte in Scharen in die ehemalige Kolonie. Inzwischen haben sich 100 000 Portugiesen niedergelassen. Damit leben viermal so viele Portugiesen in Angola wie angolanische Immigranten in Portugal.

Ob Straßenbau, Telekommunikation, Energieversorgung oder Finanzwesen, nach 27 Jahren Bürgerkrieg ist der Nachholbedarf der angolanischen Wirtschaft in allen Branchen riesig. Überall werden Fachkräfte gebraucht, wenn möglich portugiesischsprachig. Aber nicht nur die Sprache macht es den Portugiesen leicht. Ein Ingenieur verdient heute in Angola im Schnitt dreimal so viel, wie sein Kollege in Portugal.

Vor allem die Bauwirtschaft boomt. Erst im Juni wurde am Rand der Hauptstadt Luanda der neue Stadtteil Kilamba feierlich von Staatspräsident José Eduardo dos Santos eröffnet. Finanziert wurde das größte »soziale« Wohnungsbauprojekt Afrikas von China. Nach Abschluss der Bauarbeiten 2012 sollen dort 120 000 Menschen wohnen.

hier geht es weiter:

http://www.ag-friedensforschung.de/regionen/Angola/port.html

weitere Infos zu Angola im African Economic Outlook

http://www.africaneconomicoutlook.org/en...-africa/angola/

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